Elfriede Hammerl – Alte Geschichten

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„Alte Geschichten“ nennt Elfriede Hammerl ihren Erzählband, doch der Ton der Geschichten ist frisch. Ihre Figuren haben Kinder oder nicht, Partner oder nicht, Karriere gemacht oder nicht, können noch selbstständig leben oder nicht. Alle haben Träume, alle wünschen sich noch allerhand.

Die Fragen sind die gleichen wie früher: Was ist Liebe? Wie will ich leben?

9 Geschichten, 9 unterschiedliche Antworten auf die Frage, 9 mal Eitelkeiten, Eifersüchteleien, Eigenarten und eigenwillige Versuche, zu einem geglückten Leben zu kommen oder sich dieses zu erhalten.

Die Themen sind so schwer, wie es die Sprache nicht ist. Mühelos, mit rasanten Einstiegen und überraschenden Wendungen zeigt Elfriede Hammerl auf, wie die Abgründe in uns aussehen: Klein, eigentlich, nicht mal knietief, aber fast unmöglich zu überspringen.

Campari Orange, den hat meine Frau auch immer genommen.
Dieser Satz, gleich zu Beginn ihrer Bekanntschaft, hätte ihr zu denken geben sollen, fand Beate. („Campari Orange, Elfriede Hammerl, Alte Geschichten, S. 21)

Das ist einer der wunderbaren ersten Sätze. Ein anderer:

Edith war nie ein gütiger Mensch, auch nicht, als sie noch alle Tassen im Schrank hatte. („Hass“, Elfriede Hammerl, Alte Geschichten, S. 127)

Kauft das Buch gleich zweimal: Es macht Freude beim Lesen und ein perfektes Geschenk ist es auch!

Elfriede Hammerl
Alte Geschichten, Erzählungen
Kremayr-Scheriau, 2018
ISBN: 978-3-218-01117-4

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