Im Liegen ist der Horizont…

… immer soweit weg!  Grenzüberschreitungen in Barbara Frischmuths Werk, herausgegeben von Anna Babka und Peter Clar!

Vor über 20 Jahren habe ich Barbara Frischmuths Roman „Über die Verhältnisse“ zum ersten Mal gelesen. Es war das Buch, das mir Österreich endlich mal so erklärt hat, dass ich es verstanden habe. Jetzt habe ich das Buch nochmal gelesen und ein kleines Experiment durchgespielt.

Barbara Frischmuth

Das war ein lustiges Spiel, ich empfehle die Nachahmung. So geht’s:

Versuchsanordnung: Lesen Sie ein Buch. Lassen Sie sich Zeit oder verschlingen Sie es an einem Wochenende, wie Sie wollen. Machen Sie sich Notizen, bloggen Sie oder verwenden Sie es als Unterlage für die Schweinsbratenbrotjause. Es ist Ihr Buch. Sie können damit machen, was Sie wollen. Wenn Sie damit fertig sind, stellen Sie das Buch ins Regal. Es dreht Ihnen vergnügt den Rücken zu, es schmückt den Raum. Halten Sie es in Ehren.

Es ist ein wichtiges Buch: Reden Sie darüber, hören Sie den anderen zu, wenn sie es diskutieren, denken Sie daran. Greifen Sie aber nicht ins Regal. Blättern Sie nicht in dem Buch, lesen sie es auf keinen Fall ein zweites Mal. Lassen Sie es vorerst ruhen. Lassen Sie es sich setzen. Lassen Sie es ein kleines bisschen in Vergessenheit geraten, ein gutes Buch hält das aus.  Dann nehmen Sie es wieder zur Hand.

Über 20 Jahre sind also vergangen, seit ich Über die Verhältnisse von Barbara Frischmuth zum ersten Mal mit glühenden Ohren und rasendem Herzen gelesen habe.

Versuchsanordnung: Bevor Sie das Buch ein zweites Mal lesen, machen Sie eine Liste. Was wissen Sie noch? Was haben Sie erfolgreich abgespeichert?
(…)
Gell?
Eine Schweinerei ist das, wie wenig uns bleibt…
Ein paar Fakten, Eindrücke, eine Ahnung von uns selbst, wie wir damals waren, beim Lesen.

Dann ist mir doch noch eine Menge eingefallen. Ich freue mich, wenn ihr neugierig geworden seid, es ist ein wunderschönes Buch geworden und mir eine große Ehre, vertreten zu sein!

Die Forschungsergebnisse des Symposiums in Danzig  sind hier zusammengefasst, zusätzlich literarische Antworten und Freundschaftsbezeugungen. Gratulation, liebe Barbara Frischmuth, zum 75. Geburtstag!

Das Buch ist im Sonderzahl Verlag erschienen!

Mit Beiträgen von:
Anna Babka, Silvana Cimenti, Peter Clar, Joanna Drynda, Thomas Eder, Olga Flor, Gerhard Fuchs, Andrea Grill, Reinhard P. Gruber, Christa Gürtler, Peter Handke, Bodo Hell, Klaus Hoffer, Andrea Horvath, Elfriede Jelinek, Jochen Jung, Klaus Kastberger, Elisabeth Klar, Markus Köhle, Alfred Komarek, Stefan Krammer, Isabel, Kranz, Paul-Michael Lützeler, Joanna Łwanikowska-Koper, Friederike Mayröcker, Mieze Medusa, Aleksandra Pawloff, Elisabeth Reichart, Peter Rosei, Gerhard Rühm, Christian Schenkermayr, Almut Tina Schmidt, Matthias Schmidt, Eva Schörkhuber, Ingrid Spörk, Thomas Stangl, Andrea Stift-Laube, Daniela Strigl, Ida Szigethy, Anna Weidenholzer, Monika Wójcik-Bednarz

Zum Buch!

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