Frieden, dazu fällt mir nichts ein…

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…Schauen Sie nicht so überrascht, ich weiß selbst, dass ich in ihm lebe, schon mein Leben lang. Da können wir Österreicher_innen rumjammern, was wir wollen, es hat schon schlechtere Zeiten gegeben. Trotzdem: Zum Krieg habe ich ein Bild. Zum Frieden fällt mir nichts ein.
Der Frieden zerfällt, sobald ich ihn in die Hand nehmen und anschauen will, sofort in Bestandteile, in Bilder. Menschen lachen, weinen, sitzen an einem Tisch, vielleicht essen sie, vielleicht reden sie, vielleicht spielen sie Risiko, dieses fürchterliche Spiel, bei dem man mit Plastikarmeen um andere Länder würfelt und wenn man, so wie ich immer, einfach nur in seinem Land bleibt und an etwas anderes denkt als an die Invasion, den Besitzanspruch an ein Land, in dem man nichts verloren hat, von dem man wahrscheinlich nichtmal die Hauptstadt richtig benennen könnte, dann verliert man ganz sicher.

— So beginnt mein Text, den ich anlässlich 30 Jahre Friedensstadt Linz geschrieben habe. So geht er weiter:

Übrigens: Die Texte von Barbara Frischmuth und Marlene Streeruwitz, die bei den Feierlichkeiten in den Jahren davor die Festrede geschrieben haben, sind als Downloads verfügbar -> 30 Jahre Friedensstadt Linz, let’s keep going!

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