Gast? Freund!

UsbekistanWas über den Wolken sein soll, das wissen wir ja. Freiheit und Grenzenlosigkeit und das mit den Grenzen wird schon stimmen, aber dafür: Das Davor und das Danach, die Stempel im Pass und das Visum, das Warten, die Kontrolle, ja kein Wasser und „Haben Sie einen Computer dabei?“ und: Nein, ich fahr lieber Zug. Aber Usbekistan ist ja schon mit dem Flugzeug weit weg (13 Stunden von Tür zu Tür mit Zwischenstopp in Istanbul) und Tashkent (Winter, kyrillische Schrift, eine Sprache, von der ich aber schon überhaupt keinen Tau hab und Ankunft um 4 Uhr früh lokaler Zeit) ist vielleicht die erste Destination, bei der ich so richtig froh bin, abgeholt zu werden.

Im Hotel ist die Reservierung nicht zu finden und in der Früh kein Kaffee, außer dem Löslichding, das einfach keiner ist, aber was bitche ich hier rum: Ich war noch nie so weit weg in Richtung Osten, ich war noch nie in Zentralasien, ich bin aufgeregt und freu mich auf die Stadtentdeckung.

Und die Stadt wird uns gezeigt. Wir fahren mit dem Auto die Prachtstraßen entlang, die Paläste werden oft vom Semurg verziert, einem dem Phönix nicht unähnlichen Ausdenflammensteigvogel, der für mich wie ein Flamingo aussieht oder ein Reiher, auf den Straßen viele Ladas und Chevrolets … Wir lernen das Wort „mahalla“, eine inoffizielle Stadtteilorganisation, die es auch in vertikal gibt (Hochhaus mit Riesenbalkonen, die 3 Stockwerke zusammenfassen, in denen sich aber der Lärm entwickelt). Wir werden bekocht (Plov, das Nationalgericht, das aus Fleisch, Reis, Karotten besteht und sehr gut schmeckt!)

Und nach dem Besuch auf einem Basar (sauber, freundlich, verhältnismässig wenig Hektik) beantwortet sich endlich die Frage, was mit den ganzen Kinderwagenunterbauten meiner Kindheit passiert ist. Mit denen wird jetzt Brot gekauft und das macht Sinn!

Brotstraßenverkauf in Usbekistan

Brot ist hier übrigens quasiheilig, also ja nicht ablehnen, das fällt aber eh leicht, weil es saftig ist und gut gewürzt.

Mieze Medusa / Tashkent / UsbekistanUnd dann noch: die teuersten 2 Bier meines Lebens bisher, in absoluten Zahlen zumindest: 14000 Sum in der Hotelbar, das ist sogar, wenn man es durch 2000 dividiert, zu teuer für Usbekistan, aber uns hat es geschmeckt.

Prost und bis morgen.

Da erstürmen wir uns 2 Bühnen hier in Tashkent!

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