Was ich lese …

(erschien in der Presse, kurz vor der Leipziger Buchmesse, Scan folgt)

Es ist nicht so, als würde ich ausschließlich Kleinverlagsbücher lesen. Aber die anderen kennen Sie eh:

Von wegen Kinder an die Macht. In Gisela Elsners Fliegeralarm (Verbrecher Verlag) glauben Kinder der Propaganda des Dritten Reichs jedes Wort und handeln danach. Die Eltern greifen nicht ein, die müssen ja so tun, als glaubten sie die Propaganda auch, und sind außerdem mit Überleben beschäftigt. Das Buch tut inhaltlich so weh, wie es sprachlich begeistert.

Politik, Waffenhandel, Hochfinanz und eine Polizistin, die sich dagegen stellt. Eine Ermittlerin mit Migrationshintergrund. Frau allein reicht wohl nicht. Hartnäckig und hart im Nehmen. Frankreichs Antwort auf Sara Paretzky. Verschlingen Sie bitte Roter Glamour von Dominique Manotti (Ariadne Krimi).

Ich könnte jodeln, so klug, trocken und witzig sind die Texte von Kirstin Fuchs. Eine Frau spürt sowas nicht. Der Verlag (Voland & Quist) nennt das Erzählungen. Es sind aber Lesebühnentexte. Was das ist? Finden Sie es selbst raus. Im Internet oder am 13. März in der Adria Wien bei meiner Lesebühne Dogma. Chronik. Arschtritt.

Fauler Zauber heißt Andreas Plammers Debütkrimi (Milena Verlag). Für alle, die wissen wollen, warum selbstmörderische Frauen lieber in den Lichtschacht springen, Männer aber auf die Straße. Held Harald geht nicht gern heim. Er flaniert durch Wien, trinkt gern zu viel und nimmt der Polizei dann doch die Arbeit ab.

Lesen Sie los!

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