Nomadee – Daydreams

Daydreams ist ein starkes und ungewöhnliches Debüt auf luxuriösem Doppel-Vinyl. Die Sängerin Nomadee hat sich Zeit gelassen und eine weltweite Community aufgebaut.
Jetzt kann sie mit internationalen Features und Produzenten aufwarten (ohmygod: Voice, Omid! Und auch toll: Red Eye Blue, Saddi Khali) und hat sich auch national ein paar Juwelen gepickt: Mißverständnis, Antwort, Pow Lee, Kurd.Y, Tomoroh Hidari, E.Kwality – und Deeait natürlich.

Nomadee – Daydreams – Album Snippet

Erstaunlich: Nomadee lässt ihren Gästen viel Raum, begnügt sich bei manchen Songs mit Atmosphäre und Chorus. Trotzdem ist ihre Handschrift bei allen Songs spürbar, ist ihre Handschrift und ihre Stimme und ihr Stil der roten Faden, der das Album bestimmt. Soul, der tief tief tief im HipHop verwurzelt sind. Songs, die man beim Longboardfahren in der Stadt hört. Tracks, die ihre Message unaufdringlich im Unterbewussten einpflanzen wollen. Die Message: sei gut, sei wahrhaft, lebe deinen Traum.

Nomadees Gesangstil und auch ihre Melodien sind komplex. Viel Zeit und Liebe sind in die Detailarbeit gesteckt worden, mehrere Gesangsspuren verweben sich, kommentieren und ergänzen sich. Dabei ist es gut, dass neben der Liebe zum Soul auch eine Liebe zum Pop-Song spürbar ist, die Message (Sei gut, sei wahrhaft, lebe dein Leben) in einfache Worte, aber vielschichtige Gesangsspuren verpackt wird und  sich so gut in Bauch und Hirn transportiert.

„One Love“ wird auch dank Mißverständnis eine Gänsehautreise.

Nomadee – One Love feat. Mißverständnis

 

Bei „Back to Eden“ steigt Kurd.Y steigt nach 2 Minuten genau zum richtigen Zeitpunkt ein und kontrastiert die Naturfriedensmetaphorik mit einer urbanen Alltagsbeobachtung. Deeait reagiert auf diesen Bruch unaufgeregt und sensibel, setzt aber die Strophe gerade genug ab. Stimmlich sind Kurd.Y und Nomadee ein Dreamteam.

Ein anderes Highlight: „One Nation“, in dem sich Nomadee, aufgerüttelt von der Protestbewegung im Iran, sich mit ihren Wurzeln beschäftigt, dabei gekonnt Sprachen und Moods switched. Großartiger Beat, der der Sängerin Raum gibt, den sie perfekt zu nützen weiß.  Dringlichkeit und Unruhe und Empathie in einem Song.

Und klar: das titelgebende „Daydreams“ featuring Saddi Khali & Voice und natürlich auch der Opener „Listen to the Rhythm“ ebenfalls gemeinsam mit Voice.

Insgesamt eine sehr spannende Platte, die sich lang auf meinem mp3-Device halten wird, länger vielleicht als auf dem Plattenteller: „Daydreams“ ist ein toller Soundtrack fürs unterwegs sein, was nicht heißen soll, dass man die Songs einfach so nebenbei hören kann. Eher: Das Album besteht nicht unbedingt aus Hits, obwohl ich ja versucht habe, meine Highlights hervorzuheben, das Album hört sich schlüssig von Anfang bis Ende an und dafür hab ich on the road einfach mehr Geduld. Das sagt etwas über mich aus, nicht über die Platte 🙂

Kauft trotzdem das Doppel-Vinyl, nicht den digitalen Scheiß: Mp3 Codes liegen bei!

Wo bekommt ihr den dopen shit? Bei dopeshit.at natürlich, forgive the wordplay.

Und bei sixxa im store. In den wunderbaren Sixxa-Klamotten sieht man Nomadee ja immer wieder 🙂

(Und im Internet und bei der einen oder anderen Kette. Keine Ausreden also erlaubt!)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s